Besitzt Unna eine subventionierte Gastronomie?

Diese Frage muss man sich stellen, wenn man die von der Lindenbrauerei e.V. im Kulturausschuss vom 08. Dezember 2014 bereit gestellten Zahlen einmal genauer unter die Lupe nimmt. Ich habe dies getan und es ergaben sich erschreckende Szenarien und der Verdacht der Subventionierung einer Gastronomie tut sich auf. Hier wird sich der Verein erklären müssen und ebenfalls die Zahlen genauer erläutern.

Eine mögliche Subventionierung der Gastronomie mit mehreren 10 tausenden von Euro ist bestimmt nicht im Sinne der Bürger unserer Kreisstadt. Hier müsste über Alternativen nachgedacht werden. Damit meine ich nicht, ob man eine Erhöhung der Zuschüsse von derzeit 199 t€ auf bis zu 270t€ vornimmt, sondern eventuell eine komplette Neuausrichtung des Kulturzentrums plant. Es gibt dort die verschiedensten Modelle; man könnte die Gastronomie z. B. privatisieren und an einen Pächter übergeben, der dort einen professionellen Gastronomiebetrieb errichtet und auch für das Catering der künftigen kulturellen Veranstaltungen sorgt. Oder aber auch in die vorgenannten Planungen im Rahmen der gGmbH den Kulturbereich im Rahmen eines Zwei- Säulenkonzeptes mit einfließen lassen.
Dies Alles geht nur mit dem Lindebrauerei Verein und nicht gegen einander. Auch der Politik müssen ordnungsgemäß aufbereitete Zahlen zur Verfügung gestellt werden, um zusammen mit dem Lindenbrauerei Verein die Beste Lösung zu finden. Hier ist aber bisher noch der Verein in der Bringeschuld. Auch ist die bisherige empfundene Weigerungshaltung zu Veränderungen seitens des Vereinsvorstandes und der Geschäftsführung im Diskussionsprozess nicht föderlich. Neben der fehlenden Spartenrechung fehlt immer noch ein Konzept für die Lindenbrauerei, wie Sie künftig Ihre Gastronomie und den Kulturbereich ausrichten möchte. Eine wie auch immer geartete Subventionierung einer Gastronomie mit Steuermitteln ist dabei unzulässig und darf es auch laut gesetzlichen Vorgaben nicht geben. Schließlich haben wir auch private Unternehmen, die hier mit der Lindenbrauerei im Wettbewerb stehen.
Im Vergleich dazu zahlen diese Privatunternehmer meist auch Steuern; das ist bei einem anerkannten gemeinnützigen Verein nicht der Fall.


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