Zur Situation der Lindenbrauerei

In der öffentlichen Sitzung des Kulturausschusses wurden uns als Tischvorlagen während der Sitzung Papiere der Lindenbrauerei e.V. vorgelegt. Dies waren im Einzelnen mehrere Excel- sheets und Worddokumente (voraussichtliches IST 2014, Planung 2015, Umsetzungsstatus des Richtergutachtens, Kontostände per 08.12.2014 und das Richtergutachten).In den Übersichten wurde der Versuch gestartet, zwischen den „Wirtschaftsbetrieben“ (Gastronomie und Disco) und Kulturelle Zweckbetriebe (Konzerte, Kabarett/Comedy, Kooperationen/Vermietungen, sonstige Veranstaltungen) zu unterscheiden. Dies wurde jeweis für die Einnahmen und für die Kostenseite gemacht.

Auf der Kostenseite jedoch wurden Gemeinkosten aufgeführt, welche nicht einer der o.g. Sparten zugeordnet wurden. Ich finde es schon bedenklich, wenn beide Einzelsparten einen Einnahmenüberschuss ausweisen ohne diese Gemeinkosten.
In einer Einnahmen- Überschussrechnung, wie Sie uns vorgelegt wurde, mit einer Gesamtsumme an Kosten auf der Aufwandsseite von 1,15 Mio. €, die nicht zugeordnete Gemeinkosten von 468t€ beinhalten (somit mehr als 40%), darf schon die Frage aufkommen, warum diese Gemeinkosten nicht auf die Sparten umgelegt werden in Form einer normalen Kostenstellenrechnung. Zumal dies Kostenpositionen enthält, wie Personalkosten (310t€), Verwaltung/ Buchhaltung (52t€), Werbung (19t€), Betriebskostten (60t€) und Rückstellung (27t€).
Bei einem sich aus der Aufstellung ergebenden Überschuss im Bereich Wirtschaftsbetriebe (Gastronomie und Disco) von ca. 71.000€ wird jeder Mensch feststellen bei nicht verteilten Gemeinkosten i. H. von 468t€, dass sich daraus dann ein Minus ergeben dürfte. Und somit würden die „Wirtschaftsbetriebe“, welche eingentlich wirtschaftlich laufen müssten (ergibt sich ja aus dem Namen) zu einem Zuschussbetrieb.
Angesichts einer Finanziellen Unterstüzung durch die Stadt im Jahre 2014 mit insgesamt 274 t€ muss man sich da schon mal Fragen gefallen lassen. Auch die nach einer möglichen Subventionierung eines Gastronomiebetriebes mit Steuermitteln. Diese Fragen sollen für uns Ratsmitglieder ja auch nur Licht in die Finanzlage der Lindenbrauerei bringen, damit wir eine Entscheidung treffen können, nach bestem Wissen und Gewissen und nicht weiter im Dunkeln tappen müssen.
Schließlich sprechen wir hier über die Verwendung von Steuergeldern aus dem finanziell sehr engen Haushalt unserer Kreisstadt.
Unna hat mehrere Vereine; viele davon werden finanziell unterstützt. Bei keinem dieser Vereine ist die Informationslage, welche den Ratsmitglieder zur Verfügung gestellt wird, so undurchsichtig wie bei der Lindenbrauerei.
Angesichts von veröffentlichten Kosten im Jahre 2014 i. H. von 52t€ für Buchhaltung und Verwaltung dürften wir wohl besser aufbereitete Unterlagen verlangen dürfen, wie Sie uns vorgelegt wurden. Hier sollte auch eine ordnunggemäße Verteilung der Gemeinkosten auf die Teilbereiche möglich sein. Dies ist die von der Kulturausschussvorsitzenden Frau Kroll geforderte Spartenrechnung.
Vielleicht wäre es unter den Umständen sinnvoller, dem Verein und der Geschäftsführung einen Kaufmann zur Seite zu stellen, anstelle den Etat von bereits 199t€ weiter aufzustocken, angesichts der vorgelegten Dokumente.


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