10 Jahre Unit 21 und viele Fragen

Seit gut 10 Jahren setzt man in Unnas Schulen auf den flächendeckenden Einsatz von Computern im Unterricht. Unit 21 heißt das Projekt, dass im Jahre 2004 mit viel Trara losgetreten wurde und es auch über Unnas Grenzen hinaus zu großer Popularität geschafft hat. So ging beispielsweise der eLearning Award der Jahre 2010 und 2013 an das Projekt. Am 19. Februar will die Stadt Unna nun im Rahmen eines Medientages Bilanz ziehen aus 10 Jahren Unit 21.

Das ist auch sicherlich notwendig, hat das Ganze doch nicht nur positive Aspekte. Da wären zum Beispiel die Kosten. 3 Millionen Euro hat die Stadt Unna in den ersten 5 Jahren investiert, danach jedes Jahr weitere 300.000 Euro. Dieser Betrag wird auch im aktuellen Haushaltsentwurf für die Jahre 2015 und 2016 fortgeschrieben. Dazu kommen allerdings noch einmal 700.000 Euro pro Jahr aus dem Etat der Wirtschaftsbetriebe im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages für den Betrieb des Schulnetzes und für Leasing und Wartung der Geräte. Die erhöhten Stromkosten der Schulen sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.

Aber auch andere Fragen könnten sich nach 10 Jahren Unit 21 stellen. So zum Beispiel die nach dem Erfolg des Projektes, jenseits aller schönen Preise. Wurden die Ziele, die man sich gesteckt hat erreicht? Haben Unnas Schüler heute mehr Medienkompetenz als vor 10 Jahren? Wie hoch ist der Computereinsatz wirklich und wie werden die Geräte, praktisch und didaktisch in den Schulalltag integriert? Werden die Computer nur zum Lernen eingesetzt, oder nicht doch überwiegend für andere Dinge?

Um alle diese Fragen und noch einige mehr beantworten zu lassen haben die Unnaer Piraten eine Fragenliste zusammengestellt, um bei aller Lobhudelei, auch einen kritischen Blick auf das Projekt zu erlauben. Die Fragen richten sich an die Stadtverwaltung und wurden von unserer Ratsfrau Heike Palm an Herrn Bürgermeister Kolter übergeben.

Die Anfrage der Piraten findet sich hier: Anfrage an die Verwaltung


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